Tarte Tatin (nach dem Rezept von Wolfgang Kuchler)

Welche Jahreszeit ist eure Liebste?

Bei mir ist es der Frühjahr, sobald die Vögel zu zwitschern beginnen und die ersten Knospen die kalte Winterlandschaft in sanftes grün färben.

Dann wird es der Sommer mit den wärmenden Sonnenstrahlen, dem nun satt grünen Wiesen und den vom Strand in Sand panierten Kinderfüssen.

Seit ein paar Wochen ist es jetzt der Herbst… die späte Sonne taucht alles in einen magisches Licht. Der Blätterwald wechselt sein tiefsgrünes Kleid in strahlendes Rot und goldenes Gelb. Die dunklen süssen Trauben locken die gierigen Vögel und die leuchtenden Äpfel glänzen im Morgentau.

Besonders gut schmecken mir saftige süsse Äpfel mit einen leicht säuerlichen Abgang und ich freue mich schon wenn wir auch dieses Jahr in Südirol etwas von der neuen Ernte mit nach Hause nehmen können.

Aber so verschieden die ganzen Apfelsorten schmecken, manche süss und saftig andere leicht säuerlich oder mild so vielseitig sind auch die Rezepte… sowohl süss als auch herzhafte. 

Wenn der fruchtige wärmende Duft eines einfachen Apfelkuchens in der Luft liegt löst das bei mir ein heimiliges Gefühl aus und errinnert mich an gemütliche Herbstnachmittage…

Etwas raffinierter ist das Rezept dieser Tarte Tatin… das Rezept selber ist einfach und die Krönung eines jedes leckeren Menu.

2,5 kg Äpfel Golden delicious oder Boskop

Vanille von 2 augekratzten Vanilleschoten und 1 Teelöffel Zimt

2 cm frisch geriebener Ingwer

150 gr Zucker

Butter

Für den Boden:

wenns schnell gehen soll 1 Packung rund ausgewalgten Blätterteig oder

200 gr Mehl

100 gr Butter (kalt)

50 gr Vanillezucker

1 Eigelb

Für die karamelisierte Äpfeln werden die Äpfel geschält, entkernt und geachtelt. Anschliessend die Äpfel mit den frischen Vanillesamen; dem Zimt und dem frisch geriebenen Ingwer gut vermischen.

Auf dem Boden einer ofenfesten Pfanne den Zucker verteilen und darauf die Äpfel schichten (siehe Foto). Nach der ersten Lage die Hälfte der Butter in Flocken ebenmässig verteilen, hinterher eine zweite Schicht Äpfel einschichten und ebenfalls mit Butterflocken bedecken.

Ein Blatt Backpapier in der Grösse der Pfanne rund ausschneiden und in der Mitte eine Ausparung von ca. 5 cm Radius schneiden, damit die Pfanne abdecken und bei sehr milder Hitze so lange köchlen bis die Äpfel schön karamelisiert sind und weichgekocht sind (bei mir ca. 2-3 Stunden). Achtung die Hitze darf den Zucker nicht verbrennen ansonsten schmeckt die Tarte bitter.

Die Äpfel anschliessend gut abkühlen lassen.

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Auf die abgekühlten Äpfeln nun den Blätterteig verteilen, die Ränder luft dicht festdrücken und bei 220 Grad Unter-Oberhitze ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Wer die Tarte mit dem Mürbeteig bevorzugt: Alle Zutaten so kurz wie möglich zu einem glatten Teig verkneten und nach einer Stunde im Kühlschrank zu einer Scheibe ausrollen. Die Äpfel mit der Mürbteigplatte versiegeln und bei 180 Grad Umluft ca. 30 Minuten goldbraun backen.

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Noch lauwarm stürzen damit sich die Äpfel gut von der Pfanne lösen und am besten mit gutem Vanilleeiscreme servieren.

 

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