Südtirol | Marlinger Waalweg

Der tosende Wasserfall der Etsch am E-Werk Reservoir empfängt uns als wir mit dem Bus bei der Haltestelle Töll aussteigen.

Dort befindet sich der Einstieg zum Marlinger Waalweg etwas versteckt hinter einer Imbissbude, einer der längsten Waalwege in Südtirol.

Auf dem sehr schönen und abwechslungsreichen Weg kann man gemächlich von der Töll bis nach Lana spazieren, immer am Wasserlauf entlang.

Der Waal selber führt Wasser erst kurz ober Forst, der erste Teil ist seit er vom Reservoir eingespeist wird trockengelegt. Nichtsdestotrotz ist vor allem dieser erste Teil sehr spektakulär und führt waghalsig an Felsvorsprünge vorbei mit einem atemberaubenden Blick über den Meraner Talkessel.

Der Waal wird durch Felstunnel und unter Brücken entlang geführt und bietet vorallem Kinder eine Menge Spass, unser kleines Vikingerschiff ist immer mit dabei, umsegelt von sonnengelben Löwenzahn und lindgrünen Blätter. Stöcke werden zu angeln und kleine Steine zu Kanonenkugeln.

Der Weg öffnet sich nach einem Stück im lichtem Wald und lässt uns durch blühende Apfelwiesen oder je nach Jahreszeit an roten und grünen Äpfeln vorbei. Gerade das Spazieren im Wald und durch die Kastanienbaumahaine machen den Marlinger Waalweg besonders im Sommer sehr beliebt, da er im Schatten schön kühl bleibt.

Die Apfelblüte kann je nach Strenge und Länge des Winters schon Ende März beginnen, je nachdem in welcher Höhenlage die Wiesen liegen, in milderen Gegenden wie Eppan oder im Meranerland beginnen sie meist früher als im höhergelegenem Vinschgau und Eisacktal. Der Blütentauber dauert dann maximal 1-2 Wochen und ist wirklich atemberaubend zu beobachten. Die weissrosa Blumentrauben verwandeln die Wiesen in ein Blütenmeer das von der Sinfonie summender Insekten begleitet wird.

Von den blühenden Wiesen aus begleitet uns ein wunderbarer Blick über Meran und Tirol, das mit seinem Schloss auf Meran schaut umrahmt von den mit Schnee bedeckten Bergspitzen.

Dem Waalweg entlang gibt es einige Gertränkestände in Selbstbedingung mit Apfelsaft oder Holunderblütensaft  und darüberhinaus auch einige Buschenschänke in denen man gemütlich einkehren kann.

Von Marling bis Lana wandert man durch Reben und umrundet Schloss Lebenberg bis zum Eingang des Ultentals, da wir aber mit den Kindern unterwegs waren sind wir über den Untersteiner Steig Richtung Marling abgestiegen um von dort aus mit dem Bus wieder nach Algund zu fahren.

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